Die letzte Sitzung des Vorstandes für 2019, war am 17. Dezember.

Als Gastredner hatte Manfred Palmen im Auftrag von Theo Thissen, Herrn Markus Klaus, Referatsleiter bei der kommunalpolitischen Vereinigung der CDU des Landes Nordrhein-Westfalen, gewinnen können. Sein Vortrag zum Thema Klima sprach alle Vorstandsmitglieder an, wie in der abschließenden Diskussion zu erleben war. Seine Schwerpunkte wie: „Nicht alles, was auf den ersten Blick ökologisch ist, ist es auch auf den zweiten. Deshalb hält der Referatsleiter auch nichts davon, vor Ort einen Klimanotstand auszurufen, wie dies vielfach in den Stadt- und Gemeinderäten gefordert wird. „Das ist Symbolpolitik, die dem Klima nicht hilft. Da werden unter Umständen teure Maßnahmen umgesetzt, die nur zu geringen Einsparungen an Treihausgasemissionen führen.“

Zum Schluss wurde wieder der große Weckmann angeschnitten und verzehrt.

Der Vorsitzende, Theo Thissen wünschte zum Schluss allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2020.

Mobilität im Alter am Beispiel des aktiven Lebens im Quartier

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(HWG) Die Senioren Union des CDU Kreisverband Mönchengladbach hatte zu ihrer jährlichen Mitgliederveranstaltung, ins Ernst-Christoffel Haus eingeladen. Zwei Themenschwerpunkte waren der Einladung zu entnehmen:

1.Vortrag von Herrn Helmut Wallrafen zum Thema Mobilität im Alter am Beispiel des aktiven Lebens im Quartier.

Herr Wallrafen ist der Geschäftsführer der Sozial-Holding GmbH der Stadt.

2.Vorstellung der beiden Bewerber um die Kandidatur zum Oberbürgermeisteramt.

Johannes-Theodor Derix, Vorsitzender der SU begrüßte die Mitglieder und die zahlreich erschienenen Gäste. Aus dem Kreisvorstand der CDU waren gekommen Frank Boss MdL, Bürgermeistzerin Petra Heinen-Dauber, Simon Schmitz, Tanja Jordans, Franz-Josef Esser, Doris Jansen, Gerfried Scholtz, Angelika Schürings Joachim Roeske und der 1. Bürgermeister Michael Schroeren.

Vom Bezirksvorstand war Theo Thissen, Vorsitzender Niederrhein gekommen.

Was und wofür ist die Sozial-Holding GmbH?

„Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH und ihre Tochtergesellschaften bieten den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Dienstleistungen in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung und Beschäftigungsförderung an.

Zu den Aufgaben gehört die stationäre Betreuung von Pflegebedürftigen, die ambulante Pflege, Aus-, Fort-, und Weiterbildung in der Altenpflege sowie die Vermittlung und Qualifizierung arbeitsloser Menschen.“

Hierzu sprach Herr Helmut Wallrafen ausführlich in einer übersichtlichen und umfassenden PowerPoint Präsentation.

Hieraus einige Auszüge:

Wir werden immer älter.

2060 wird jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein. Heute 2019 ist die Lebenserwartung bei Mädchen 83,2 Jahre und bei den Jungen 78,4 Jahre. Damit einhergehend ist der Wandel der Altersbilder. Gegenüber unseren Vorfahren gibt es in unserem Alter „Gewonnene Jahre“. Damit auch die Forderung an uns alle „Aktiv bleiben bis in hohe Alter“

Aber was dann? Ab wann brauchen wir Hilfe? Die Pflegebedürftigkeit in Deutschland wird bis 2060 rasant ansteigen. Sind 1999 in den Altersgruppen 65 -90 und mehr Jahre nur 2.016.000 Pflegebedürftige so werden es 2060 bereits 4.656.000, also mehr als das doppelte, sein.

Damit wird in Mönchengladbach die Frage nach Mobilität dieser Menschen und ihre Sicherstellung immer wichtiger. Nach einer Bürgerbefragung gehen 3 von 5 Senioren täglich zu Fuß nach draußen.

Neben der Mobilität ist auch die Kommunikation ein wichtiges Thema. 2 von 5 Senioren nutzen täglich Smartphone, Tablet oder Laptop. Und dennoch gibt es Vereinsamung. Das Argument, im Alter nicht mehr mit der modernen Kommunikationstechnik zurecht zu kommen, kann in MG nicht ziehen. Senioren gehen dann ins Technik-Café. Hier wird ihnen in gleichaltrigen Gruppen alles das beigebracht, was sie hier können müssen.

Damit einhergehend sind dann die Forderungen an die Stadtverwaltung nach mehr Digitalisierung des Stadtraumes aber auch die Forderung nach Erreichbarkeiten von Sitzgelegenheiten und eine Infrastruktur zu etablieren die es älteren Menschen ermöglicht auch die Elektromobilität auszunutzen.

Hier wies Herr Wallrafen auf das zu installierende „Senioren-Scooter-Sharing“hin, mit dem noch zu bauenden Senioren-Scooter-Park, als „üben in geschütztem Raum“.

Nach dem umfassenden Vortrag von Herrn Wallrafen hatten die beiden Bewerber für das Oberbürgermeisteramt der Stadt Mönchengladbach – Frau Petra Heinen-Dauber, die ja jetzt schon dritte Bürgermeisterin ist und der Landtagsabgeordnete Frank Boss, jeder die Möglichkeit ihre Programme, für die Wahl, vorzustellen.

Dr. Bernhard Worms spricht zu den Mitgliedern des Bezirksvorstandes Niederrhein

Zur standardmäßigen Sitzung des Bezirksvorstandes war im Oktober ein besonderer Gast geladen.

Dr. Bernhard Worms

Dr. Bernhard Worms, geboren am 14. März 1930. Seine politische Laufbahn beginnt bereits 1946. Hier tritt er der CDU bei. Seine Ämter und Tätigkeiten in der Partei hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Nur so viel es gibt fast keine Funktion in der Partei, die von ihm nicht wahrgenommen wurde.

1981-1990 war er Mitglied des CDU Bundesvorstandes.

1983-1990 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen

1990-2002 Bundesvorsitzender der Senioren-Union (seit 2001 Ehrenvorsitzender)

1991-1995 Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

2001-2013 Präsident der Europäischen Senioren Union.

Der Vorstand des Bezirk Niederrhein der Senioren Union hatte die Ehre, im Oktober, seinen Vortrag über das Thema „Einigkeit, Recht und Freiheit für das werdende, neue Europa“ zuzuhören.

Der Vortrag, der mit langanhaltenden Beifall beendet wurde kann hier im Anschluss gelesen werden.

Siegbert Renner

Ein weiterer Gast war Siegbert Renner.  Der Vorsitzende der Senioren Union Pulheim, Siegbert Renner ist der Bezirksvorsitzende der Senioren Union Mittelrhein. Siegbert Renner, der sich seit Jahren aktiv in der Arbeit der Senioren Union engagiert, ist auch Kreisvorsitzender der Vereinigung.

Er stellte seine Arbeit vor.



Einigkeit,    Recht    und     Freiheit  für das  werdende,  neue  EUROPA“
 
Das Fundament für jede Rede von mir sind Aussagen von Persönlichkeiten, die es ermöglichen den Blick auf Kernaussagen zu schärfen mit dem Ziel, etwas aus dem Inhalt meines heutigen Beitrages mitzunehmen in den grauen Lebensalltag!
Ihnen habe ich heute drei Aussagen mitgebracht, die zu beherzigen einem jeden helfen können, mit den vielfach ineinander verwobenen Fakten unseres Alltages fertig zu werden.
Da das ‚C‘ noch immer der erste Buchstabe im Namen unserer Partei ist, beginne ich mit einem Wort von Erzbischof ROMERO aus El Salvador, den die Mafia währender in seiner Kathedrale den Gottesdienst feierte am Altare erschossen hat und der Ostern von Papst Franziskus heiliggesprochen worden ist: Er sagt: ….
…. Das ist die Freude des Christenmenschen:
 „Jeder von uns weiß, ich bin ein Gedanke Gottes!“
Das zweite Wort stammt von Martin Luther:
„Bezogen auf Inhalt und Ausmaß meines Lebensweges gilt es, dass ich täglich das bisher Gewohnte und mir bestens Vertraute verlassen muss, um mich auf den Weg zu machen, der jeden vor neue, völlig unbekannten Herausforderungen stellt“;
und die dritte, meine Rede bestimmende Aussage ist Leben und Tod von Alexander dem Großen:
Er hat alles gewonnen, 53 Städte auf der Welt tragen heute noch seinen Namen und eine kleine Malariamücke beendete sein Leben!
Wer lebt, will Wachstum; wir in Europa auch! Nur es gibt Grenzen des Wachstums. Dies war auch die erste Botschaft des Club of Rome heute vor 47 Jahren: Keine Weltverschwendung, aber haben die Menschen, die Unternehmen, die Staaten dies begriffen? —–
Um das H E UT E zu verstehen hören wir noch im politischen Geschehen ein bekanntes Wort der Bibel:
„Wer alles gewinnen will, wird auch alles verlieren, weil er keine Grenzen kennt und beachtet!“
Wenn ich Sie jetzt bitte, diese Hinweise großer Persönlichkeiten einmal zu durchdenken, so deshalb, weil sie uns helfen können, den uns umgebenden Alltag zu ordnen: ihn überschaubar und durchschaubar zu machen, damit wir als CDU politische Botschaften verkünden, die Wege zu Zielen aufzeigen, die dem sozialen Frieden weltweit dienen, die allen Kulturen, Religionen und Völkern ein Leben in Frieden und Freiheit ermöglichen, um nicht zu sagen: Garantieren!
Ein kurzer Blick zurück:
Zwei weltweite Wirtschaftskriege im 20. JAHRHUNDERT haben eine geteilte Welt hinterlassen. Ost und West standen sich bis an die Zähne bewaffnet gegenüber.
Und dann fällt die Mauer, warum?
Weil ein politisches System das Wort unseres Dichterfürsten, Friedrich von Schiller, nicht beachtet hat, der zu seiner Zeit dem damals mächtigen Adel ein Wort entgegen schleuderte, dass auch heute noch gilt: „Frei ist der Mensch und wäre er in Ketten geboren!“
Rufe wie „wir sind das Volk, wir sind e i n Volk“ waren stärker als alle Planungen und Maßnahmen einer auch militärischen Machtausübung der Diktatoren!!
Ein Glück, dass wir als CDU dank unseres ersten Bundeskanzlers Adenauer ein Ziel nie aus den Augen verloren haben: – ich zitiere ihn aus der Debatte über seine erste Regierungserklärung 1949 —
„Auf alle heute an mich gerichteten Fragen gibt es nur eine Antwort, und diese besteht aus einem Wort: E U R O A!“ Seine Vision war immer: „Wir brauchen künftig keine nationalstaatlich ausgerichtete Heimat für die Völker Europa’s, sondern wir brauchen die Union aller Völker unseres Erdteils. Wir wollen und benötigen ein neues Europa auf der Grundlage unseres geistigen Erbes, der christlich/jüdischen Tradition!“
Erlauben sie mir, an dieser Stelle den langjährigen Leiter des ARD – Studios in Brüssel, Herrn Rolf — Dieter Krause zu zitieren, der mir unlängst geschrieben hat:
„Ich möchte eine EU, die in der Welt ihre Rolle spielt, die nach innen den Frieden und die Prosperität sichert, und uns nach außen in der weitgehend globalisierten Welt auch vor Machtmissbrauch anderer schützen kann.
Ich wünsche mir eine wehrhafte EU, wehrhaft nach innen in der Verteidigung unserer Grundwerte, und wehrhaft nach außen!“ Zitat Ende.
Denken wir jetzt an die Vorstellungsrede unserer deutschen Präsidentin Ursula von der Leyen zugunsten der von ihr ausgewählten Damen und Herren für die von ihr schon bald geführte Brüsseler- Kommission, so spüren wir, was heute fehlt: „Erreichbare Ziele und Inhalte einer EU, die ihrer neuen, weltpolitischen Aufgabe gerecht werden kann!“            
Die ärgerlichen und in keinem Fall zukunftsorientierten ‚BREXIT-Diskussionen‘ überschatten einfach alles.“
Der einzige Präsident, der nicht müde wird, sich mit der Zukunft Europa’s zu befassen, ist Macron, der französische Präsident.
Um ihm eine Antwort zu geben, versucht jetzt unsere neue, deutsche Präsidentin von der Leyen, erreichbare politische Ziele zu formulieren und die hierfür notwendigen Bürokratien neu zu gliedern, damit diese mit führungsfähigen, ihrer Aufgabe gerecht werdenden Persönlichkeiten besetzt werden.
Liebe Freunde, spüren wir auch persönlich, dass jetzt die Stunde geschlagen hat, in der wir in Europa den Verlauf unserer Geschichte begreifen müssen, um uns alle mit Mut, Risikobereitschaft und den nie untergegangenen Tugenden des Dienens und —- wenn notwendig — des Verzichtens dem politischen Alltag zu stellen?
Hören wir noch bezogen auf die Zukunft der EU den uns Deutschen seit dem Mittelalter bekannten Satz: „Wächter, was schlägt die Stunde?
Als ‚Wähler und damit als Wächter‘ aber auch als Christ füge ich gerne an dieser Stelle hinzu:
„Haben wir noch Gottvertrauen, oder spielen seine Existenz, seine Gesetze und sein uns gegebenes Versprechen: ‚Ich bin bei Euch, alle Tage bis an das Ende dieser Welt‘ schon keine Rolle mehr? Erinnern wir uns jetzt einmal an das Jahrhundert der Großeltern:
„Einigkeit“ war Ausdruck des Willens der Deutschen nach Gründung des Reiches im Jahre 1871. Das Verlangen nach ihr fand Eingang und ist nach wie vor Bestandteil unserer Nationalhymne.
Wir sitzen alle in einem Boot, das nur dann seetüchtig ist, wenn alle in die gleiche Richtung wollen, um den angestrebten neuen Hafen — das politische Ziel – zu erreichen.
Übertragen wir diese Feststellung auf die Zeit, in der wir Politik mitgestaltet haben, auf unsere aktiven Lebensjahre, so ist es wichtig anzuerkennen, dass die Mannschaft, – um im Bilde zu bleiben — sich aus einer Gruppe zusammensetzt, die die gleiche Wertordnung kennt und beachtet. Die Grenzen Europa’s umschließen die christlich/abendländische Kultur, in der wir alle aufgewachsen sind. Neue nach dem 2. Weltkrieg gezogene Grenzen, die einer militärischen Überlegung entstammten, oder die sich den wirtschaftlichen Erfordernissen zuordnen, belasten das Denken und Fühlen Europas.
Setzen wir uns mit ihnen auseinander, müssen wir die Frage: „Warum ziehen wir politisch neue Grenzen?“ schlüssig beantworten
oder die EU verliert an Zustimmung!
Und genau dies ist der Fall, denken wir an die AfD und andere national ausgerichtete Verbände innerhalb der EU.
Keiner vermag mehr Sinn und Zweck zu vermitteln.
Hinzu kommt, ich spreche jetzt über die Mitgliedschaft der Türkei in der EU. Um uns der Zwänge von tagesaktuellem Druck zu befreien — keine Flüchtlinge mehr nach Europa, nach Deutschland — handeln wir Verträge aus; aber wir tragen N U L L dazu bei, das eigentliche Problem zu lösen, die Ursache: „Warum fliehen die Menschen“ zu ergründen, um anderen Kulturen wirksam zu helfen, sodass diese sich in der angestammten Heimateine gute und ihren Vorstellungen entsprechende Bleibe aufbauen können! Einigkeit lässt sich nur erreichen, wenn wir einer Wertordnung treu bleiben, die — wie auch in der Vergangenheit- Grenzen kennt, die es zu respektieren gilt!
In den Diskussionen, in denen auch ich mich gerne aufhalte, sage ich öfters: „Wir dürfen uns nicht mit allem abfinden, zu Tode tolerieren; denn dann verlieren andere Nationen jedweden Respekt vor Europa. Ich denke an Putin, und seit einiger Zeit mehr nach an Trump und höre — ohne eine Antwort aus der Mitte unseres Kontinents — seine abwegigen Beurteilungen über die EU.
Warum ist der Versuch gescheitert, dass wir uns in der EU eine Verfassung geben? Warum dauert es so lange, bis wir uns in der EU einig sind, dass manche Bereiche — Außenpolitik, Verteidigung, Wirtschaft und Währung, um einige zu nennen — nur gesamteuropäisch gestaltet werden können, damit wir weltpolitisch aber auch nach innen, bezogen auf die Qualität unseres Lebensstandards, uns erfolgsorientiert weiter entwickeln können?
Hier, an dieser Stelle, muss sofort die politische Diskussion mit den Vertretern von rechts, der AfD beginnen!
Hier müssen auch wir Senioren Mut zu einem harten Dialog besitzen, um erfolgreich gegen einschmeichelnde Argumente vorzugehen!
Meine Damen und Herren, wir brauchen wieder den Mut, den Enthusiasmus in Europa, der aus einem nationalstaatlich ausgerichtetem, kriegsorientiertem Erdteil nach 1945 eine Gemeinschaft von Völkern gemacht hat, die weltweit eine starke Anziehungskraft für alle Menschen ausstrahlt!
Ja, wir haben etwas erreicht, wir müssen nur im Sinne Martin Luthers den Mut behalten, Neues zu wagen, uns dem noch nicht geordnetem Geschehen von MORGEN zu stellen und Gott und seine Gesetze als gute Hilfen auf diesem jetzt neuen Weg mitnehmen!
Verehrte Anwesende,
über die uns von Thomas von Aquin definierten d r e i machtvollen Kraftquellen: Personalität, Subsidiarität und Solidarität gilt es zu sprechen, wenn wir uns jetzt auf das Gebiet des Rechtes begeben.
Begriffe wie Völkerrecht, Menschenrecht, Staatsrecht gilt es auf Europa, auf die EU zu übertragen! Natürlich dürfen wir die schon seit 100 und mehr Jahren nahezu mustergültig entwickelten Gebiete des Zivilrechtes, des Handelsrechtes und natürlich auch des Strafrechtes und einer Sozialordnung, die Rentenrecht, Gesundheitsvor und -fürsorge bis hin zur Pflegeversicherung umfasst, nicht außer Acht lassen.
Bezogen auf mein heutiges Redethema erlaube ich mir, mich verstärkt mit der zweiten Kraftquelle, der Subsidiarität, zu befassen.
Der für ein neues Europa geltende, unantastbare Satz, um den es hier geht, lautet vereinfacht ausgedrückt:
„Alles, was die kleinere Einheit dem Menschen gegenüber tun kann, darf nie und nimmer die größere Einheit an sich ziehen!“ Gefreut hat mich, zu lesen und zu hören, dass Frau von der Leyen diesen Satz bei der Vorstellung ihrer neuen Kommissionstark betont hat.
Wir wissen, weil wir die geschichtliche Erfahrung besitzen, der Mensch drängt noch immer mehr, immer größer, immer höher bis zu dem Versuch, einst in Babel einen Turm zu bauen, dessen Spitze in den Himmelragt.
Und dieser Drang lässt sich übertragen auf alle Bereiche, in denen Menschen wirken und das Sagen haben.
Ob aber das größer Gewordene die ihm in der Gesellschaft obliegende Handlungspflicht besser ausüben kann, ist zu verneinen. Hierfür stehen viele Beispiele in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft! Wir brauchen nur an die noch Immer nicht überwundene Bankenkrise zu denken, oder an die den Staat um Milliardenbeträge geschädigten Cum-ex- Geschäfte!
Aber auch an die vielen untergegangenen Weltreiche der
Perser, Griechen, Römer oder in jüngster Zeit an das 3. Reich, an heute — Brexit — an das englische Imperium. Ich nenne im Hinblick auf Brexit den schon schlimmen Handlungsauftrag: „Right or wrong, my country“ — Recht oder Unrecht, es muss nur meinem Vaterland nützen.
Aus meiner Sicht verstehen wir hier den Sachverhalt „RECHT“ am besten, wenn wir an die Geschichte des Mühlenbesitzers in Potsdam zur Zeit Friedrich des Großen denken: Er, der Mühlenbesitzer, konnte — weil er wusste, hier gibt es eine Rechtsordnung, die auch ein mächtiger König zu beachten hat — dem König entgegnen: „Majestät, es gibt noch das Kammergericht in Berlin!“, als dieser ihm die Enteignung androhte.
 Recht setzen, Recht sprechen und Recht verteidigen verlangt nach einer Gestaltung des Zusammenlebens von Menschen, geordnet in einer „Verfassung“, die von jedermann vorbehaltlos zu respektieren ist.  ——-
Nicht die Macht darf obsiegen, sondern die Einsicht in bestehende Zusammenhänge, die niemand außer Kraft setzen kann und darf nur weil er mächtiger ist.
Und diese Haltung gilt auch heute bei den ausgebrochenen Handels- und Wirtschaftskriegen zwischen den großen Volkswirtschaften, und den diesen zuzuordnenden Staaten. Subsidiarität in der EU definiert sich durch das Gebot der gegebenen Vorfahrt der kleinen vor der größeren Einheit!
Verehrte Anwesende, spüren wir eigentlich in unserem Alltag, wie weit wir in Europa von einer solchen Haltung noch entfernt sind? Wäre es nicht großartig, wenn die Mächtigen in unserer heutigen Gesellschaft sich freiwillig dieser Erkenntnis unterordnen, wenn die gegebene Vorfahrt der kleineren Einheit bei jeder Handlung im Parlament, in der Verwaltung aber auch bei unserer Wahlentscheidung im Vordergrund stünde? 
Wende ich mich nun dem dritten Hauptwort in der Überschrift meiner Rede zu, dem Begriff der Freiheit.
Liebe Anwesende, vorhin habe ich sie schon mit der Aussage von Friedrich von Schiller vertraut gemacht. Wenn wir heute gerne den Satz unseres Grundgesetzes zitieren, der wohl der schönste ist für die Gestaltung aller zwischenmenschlichen Beziehungen:
„die Würde des Menschen ist unantastbar!“,
so erhält der Begriff „Freiheit“ einen Inhalt und eine Ausdehnung, die nur der versteht und meistern kann, der sich bewusst ist und bewusst bleibt, dass alles was ich denke und tue Recht und Gesetz zu unterwerfen ist!
In dem politischen Geschehen dürfen wir Christdemokraten besonders stolz und dankbar dafür sein, dass es zwei Persönlichkeiten waren, die Inhalt und Ausmaß des Begriffs der „FREIHEIT“ nach 1945 durch ihr Bekenntnis zur „Sozialen Marktwirtschaft“ eine Verankerung in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft verschafft haben, die auch der stärkste Sturm -jede Form einer Diktatur – nicht mehr lösen kann!
Ja, es ist erlaubt zu formulieren:
Nur die
Soziale Marktwirtschaft
ist Garant
von
Frieden und Freiheit
Bekennen wir uns in der CDU wieder vorbehaltlos zum Erbe unserer Gründer, so haben wir auch wieder alle Chancen, von jetzt 27 % auf 40% in der Wählerzustimmung zu steigen.
Wir müssen nur- der Wahrheit wegen – beachten, was Ludwig Erhard und sein Staatssekretär Müller – Armack uns unmissverständlich hinterlassen haben:
Soziale Marktwirtschaft ist kein Zustand, sondern ein täglich anzustrebendes Ziel, das aber nie erreicht wird.
Aussage von Erhard an der Uni Köln 1953, Hörsaal -7-:
Ausgleich zwischen Boden, Kapital und Arbeit, den drei Produktionsfaktoren schafft — wenn er es auch will – der menschliche Verstand. Und genau um diesen Ausgleich geht es; denn er verhindert, dass es Verwerfungen gibt, wie wir diese zu Hauf in den letzten Jahrzehnten erlebt haben. Und eine überzeugende Beweisführung hierfür sind die letzten 10 Jahre, die uns in Deutschland aus der Verschuldung herausgeführt haben und Staatshaushalte kennen, die mit Milliardenüberschüsse abschneiden.
Verehrte Anwesende,
fasse ich mein Thema zusammen, so habe ich versucht, aus unserer Nationalhymne, der heute geltenden dritten Strophe, die drei Faktoren angesprochen, die — Zitat — „des Glückes Unterpfand sind“!
Um nun im Glanze dieses Glückes zu blühen, hinterlasse ich auch Euch Aufgaben, die es zu lösen gilt, und die ich der Rede des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau auf dem evangelischen Kirchentag 1983 in Hannover entnommen habe:
„Sagt euren Kindern und Enkelkindern, dass ohne Kenntnis unserer Geschichte und unserer Tradition eine menschliche Zukunft nicht gebaut werden kann!
Sagt Ihnen, dass wir auf den Schultern unserer Mütter und Väter stehen!
Sagt ihnen, dass wir ohne innere Heimat keine Reisen unternehmen können; denn wer nirgendwo zu Hause ist, kann auch keine Nachbarn haben!
Sagt Ihnen, dass die stete Bereitschaft zum Aufbruch die einzige Möglichkeit ist, unsere Existenz zwischen Diesseits und Jenseits zu rechtfertigen!“
Ich danke ihnen.
 
 

Dr. Bernhard Worms

25 Jahre Senioren Union Kaarst

Die Senioren Union hatte für den 08. Sept. nach Kaarst ins Hotel Mercure eingeladen. Runde 200 Mitglieder folgten dieser Einladung und bekamen tolle Stunden geboten.

Theo Thissen, der Vorsitzende der Senioren Union Kaarst hatte eine lange Liste bei der Begrüßung abzuarbeiten. So durfte er die erste Bürgerin der Stadt Kaarst, Frau Dr. Ulrike Nienhaus begrüßen. Es folgten Lutz Lienenkämper MdL, Minister der Finanzen des Landes NRW und Vorsitzender der CDU im Rhein-Kreis-Neuss. Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat, Ansgar Heveling MdB, Helge Benda, Landesvorsitzender der SU NRW. weiter hatte er zu Begrüßen Lars Christoph, Vorsitzender des Stadtverbandes Kasarst-Büttgen. Als Vertreterin der Vorsitzenden Ursel Meis war die stellv. Kreisvorsitzende: Elisabeth Fittgen gekommen, für die Junge Union Sebastian Böckels. Für die IHK, den IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Und weitere Vertreter der Organisationen des Rhein-Kreises Neuss.

Ganz herzlich begrüßte er seine Vorstandsmitglieder der Senioren Union Bezirk Niederrhein. Der Vorsitzende des Kreises Kleve, Heinz van Baal. Aus dem Kreis Wesel Heinz Breuer und Klaus Frede. Aus Viersen den Vorsitzenden Reinhard Maly. Für Mönchengladbach den Vorsitzenden mit Gattin Johannes-Theodor Derix. Aus Kalkar den Mitgliederbeauftragten Hans-Wilfried Görden.

In seiner Begrüßung verwies Theo Thissen noch einmal auf die Gründung der Senioren Union am 23. September 1994 hin. 21 Personen nahmen an der Gründungsveranstaltung teil. Heute sind noch 4 Gründungsmitglieder am Leben, davon nahmen noch 2 bei dieser Geburtstagsveranstaltung teil.

Frau Dr. Ulrike Nienhaus sprach das Grußwort der Stadt. Sie verglich die 25 Jahre mit einer silbernen Hochzeit und meine „Viele Paare wissen jetzt, auf was sie sich eingelassen haben“. Sie meinte auch, dass die Verbindung zu Kaarst in den vergangenen Jahren eine „Gute Ehe war“. Sie stellte aber auch fest, dass die Senioren Union auch eine starke Stimme für die Menschen, für die Senioren in der Stadt ist. Ja sie ist manchmal unbequem, ja manchmal muss man sich auch reiben, Aber auch das gehört dazu: „Das man sich am Ende, beide wieder zusammenfinden. Sie bedankte sich ausdrücklich für das Engagement der Senioren Union in dieser Stadt.

Lutz Lienenkämper MdL, Vorsitzender der CDU im Rhein-Kreis Neuss, CDU Landtagsabgeordneter für die Stadt Kaarst sowie Minister der Finanzen des Landes NRW sprach die Festrede. Er verwies darauf das ein solches Jubiläum „eine ganz besondere Wegmarke“ ist. Er sprach auch davon, dass von den 650 Mitgliedern im Rhein Kreis Neuss 264 aus Kaarst kommen.

In der Familie werden Oma und Opa gerne um Rat gefragt. Die Politik hat dafür die Senioren Union. Und seiner Meinung nach wird das auch gerne wahrgenommen. Sie stehen immer wieder als Ratgebern, als diejenigen, die ihre mannigfaltigen Lebenserfahrungen, zur Verfügung zu stellen. „Die Älteren in der CDU wollen eben nicht nur beobachten und kommentieren, sie möchten ihr Wissen auf allen Gebieten sinnvoll und zielorientiert einbringen“. „Er hat das Gefühl, es täte dieser Gesellschaft Gut wieder häufiger ein wenig innezuhalten, wieder etwas mehr nachzudenken und nicht sofort aus der Emotion heraus zu handeln, sondern ein wenig reflektierter, ein wenig differenzierter und fundierter eine eigene Meinung zu bilden“. Wenig später sagte er: „Die SU will nicht nur Politik für die alten machen Bei der Gründung der Senioren Union wurde bereits die Brückenfunktion mit den Jüngeren beschworen unter dem Motto Zusammenhalt der Generationen“.

Zu Beginn sprachen Martin Pilz von der evangelischen und Pastor Winfried Auel von der katholischen Kirche.

Begleitet wurde die Veranstaltung von dem Chorensemble Capella Vocale Kaarst, die musikalische Begleitung erfolgte von den Swing O.K.

Stefan Rouenhoff spricht vor dem Vorstand der SU Bezirk Niederrrhein

(HWG) Mit der konstituierenden Sitzung des neugewählten Vorstandes der Seniorenunion des Bezirkes Niederrhein wurde wieder ein prominenter Politiker zum Vortrag eingeladen.
Diesmal war es Stefan Rouenhoff aus dem Wahlbezirk Kleve. Mit „neuem Gesicht“ (siehe Foto) erzählte er in lockerer Weise über die aktuelle politische Lage in der Welt und vor allem in Deutschland.

Bei seiner Vorstellung trug er seine Themenschwerpunkte vor. Er ist Mitglied des Wirtschaftsausschusses und dort Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion u.a. für die Themen Handelspolitik, Industriepolitik und Brexit. Ein weiterer Schwerpunkt wird das Nationale Aktionsprogramm Menschenrechte sein. Hier geht es um die unternehmerische Verantwortung für Menschenrechts- und Sozialstandards und um die Frage, wie Lieferketten gestaltet, zertifiziert und Zwischenprodukte in anderen Ländern hergestellt werden können, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Rouenhoff erklärte, dass sich viele deutsche Unternehmen schon heute intensiv mit diesen Fragen befassen und auch in der Wirtschaftspolitik hierüber ein Diskurs geführt werden muss. Auch sei das Thema Afrika-Partnerschaften in diesem Zusammenhang und in Verbindung mit der internationalen Handelspolitik ein wichtiges Thema.

Zu den brandaktuellen Themen nahm er selbstverständlich auch Stellung. Hier stehe der Klimaschutz derzeit im Fokus des Berliner Politikbetriebes. Rouenhoff erklärte, dass die Anliegen der jungen Menschen, die wöchentlich auf die Straße gingen, sehr ernst genommen werden müssen. Klimaschutz sei eines der zentralen Themen für die junge Generation. Es seien neue Konzepte erforderlich, die eine wirksame CO2-Reduktion ermöglichen, dabei aber gleichzeitig wirtschafts- und sozialpolitische Belange nicht ignorieren.

Rouenhoff wies auch darauf hin, dass ältere Menschen sich immer mehr diesem Thema zuwenden, weil sie ihren Enkeln keinen zerstörten Planeten hinterlassen wollen. Das bedeutet für die Christlich Demokratische Union, dieses Thema wieder verstärkt zu besetzen. Seit 2007/2008 habe es jedoch mehrere internationale Krisen gegeben, von der Wirtschafts- und Finanzkrise über die Eurokrise, die Russland-Ukraine-Krise und die Flüchtlingskrise, die das Thema Klimaschutz in der Union ein Stück weit in den Hintergrund gedrängt haben. Klimaschutz sei ein Thema, welches neben nationalen und europäischen Maßnahmen letztlich auch eine verstärkte Zusammenarbeit auf internationaler Ebene erfordere. 

Auch ging er sehr detailliert auf die internationale Handelspolitik ein, die nach seiner Ansicht in den nächsten Jahren nicht einfacher werden wird.
Die Vorstandmitglieder diskutierten anschließend noch eingehend die vorgetragenen Themen.

Stefan Rouenhoff MdB hat die volle Aufmerksamkeit der Vorstandsmitglieder bei seinem Vortrag.

Niederrheintag der Senioren Union Bezirk Niederrhein im Rheinkreis Neuss am 09.07.2019

Wie im jeden Jahr startete die Senioren Union ihr Sommerprogramm mit dem Niederrheintag. Diesmal war der Rheinkreis Neuss mit der Ausrichtung betreut. Die Vorsitzende Ursel Meis hat mit ihrem Team ein tolles Programm erarbeitet. Es begann mit einer Besichtigung und Führung durch die Basilika Quirinus Münster. Sie konnten dafür keinen besseren Führer als Cornel Hüsch finden. In eindrucksvoller Erzählung sprach er von dem Bau der Kirche und über den Hl. Quirinus, der im Jahre 1050 durch Gepa, der Äbtissin des Münsterstifts uns Schwester des damaligen Papstes Leo IX, nach Neuss überführt wurden.

Der nächste Punkt war Alpenflair am Niederrhein. Zunächst wurde in der Neusser Skihalle, in der Salzburger Hochalm, ein zünftiges Mittagessen eingenommen. Danach wurde den Teilnehmern aus dem gesamten Bezirk Niederrhein die Anlage gezeigt und erläutert.

Rheinkreis Neuss bedeutet natürlich nicht nur Neuss. Also ging es weiter mit dem Bus zur Zollfeste Zons. Zons ist ein Ortsteil von Dormagen. Angekommen wurde ein Teil der Altstadt zu Fuß erkundet.

Durch das Rheintor mit Zollturm im Nordosten ging es an der Pfefferbüchse auf der östlichen Stadtmauer vorbei bis zur Burg Friedestrom. Unter sachkundiger Erklärung Herrn Lambertz, Mitarbeiter des Archives des Rhein-Kreis Neuss besichtigte man die Anlage einschließlich des Torturmes der Burg Friedestrom. Die, die nicht so gut zu Fuß waren, wurden durch das Museum des Kreises in der Burg Friedestrom von der Direktorin Frau Hahn geführt.

Anschließend ging es in den Gewölbekeller des Schlosses zum Kaffeetrinken. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke begrüßte die Vorstandmitglieder der Kreise und stellte seinen Kreis vor. Seit dem 21. Oktober 2009 ist Hans-Jürgen Petrauschke hauptamtlicher Landrat des Rhein-Kreises Neuss – mit rund 450.000 Einwohnern bevölkerungsmäßig der zehntgrößte Kreis in Deutschland. Zurzeit ist der Rhein-Kreis Neuss der wirtschaftlich am Besten aufgestellte in NRW.

Vorstandswahlen der Senioren Union Bezirksverband Niederrhein

Der Vorstand der Senioren Union Bezirk Niederrhein hatte eingeladen und alle sind gekommen. So könnte man die Bezirksversammlung mit Wahlen in diesem Jahr wohl betiteln. Das Kolpinghaus, indem die Versammlung stattfindet, ist sehr gut besucht. Die Kreise hatten alle ihre Delegierten entsandt. Theo Thissen, als amtierender Vorsitzender begrüßte alle 64 Delegierten und natürlich auch Gäste. Gäste waren in diesem Jahr der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Kempen, Otto Birkmann (CDU), Helge Benda, Landesvorsitzender der Senioren – Union NRW und Landesgeschäftsführer Heinz Soth.

Gemäß der Einladung und der Tagesordnung war der Landesvorsitzende Helge Benda aufgefordert, ein Grußwort zu sprechen.

Die Senioren-Union der CDU Nordrhein-Westfalen wirkt im Sinne der Ziele der CDU an der politischen Meinungs- und Willensbildung in der Partei, in der Öffentlichkeit und in der älteren Generation mit. Dabei vertritt sie insbesondere die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Anliegen der älteren Generation. Soweit Helge Bender auf der Internetseite der Senioren Union NRW.

Die Vielfalt Nordrhein-Westfalens spiegelt sich auch in unserer Senioren-Union wieder, sagte Bender – mit rund 23.500 Mitgliedern in Dutzenden Kreis- und Hunderten Stadtvereinigungen vom Münsterland bis in die Eifel, vom Niederrhein bis ins Siegerland.

Benda sprach auch über die die (un)heimliche Macht der Senioren. Noch nie hatte die Generation 60 plus so viel Macht: Bei der Bundestagswahl stellten Senioren zum ersten Mal die größte Wählergruppe – 36,1 Prozent der Wahlberechtigten waren im Herbst 2017 über 60 Jahre alt.

Senioren gehen üblicherweise zuverlässiger zur Urne als jüngere Menschen. Zudem leben die Deutschen immer länger: Lag das durchschnittliche Sterbealter 1990 bei etwa 75 Jahren, sind es heute fast 81 Jahre. All diese Faktoren verschieben die Kräfteverhältnisse bei Wahlen. 1990 bildeten die unter 40-Jährigen noch die größte Gruppe, die ab 60-Jährigen hatten dagegen zahlenmäßig den geringsten Einfluss.

Die älteren Wähler haben so viel Macht wie nie – doch längst ist klar, dass Ältere künftig auch stärker gefordert sein werden: „So schön eine höhere Lebenserwartung natürlich ist, so sehr stellt uns das trotzdem vor eine Bewährungsprobe, ganz besonders auch mit Blick auf unsere sozialen Sicherungssysteme“ zitierte er Angelika Merkel.

Weiter bereitet im Sorge die Lage der Senioren im ländlichen Raum. Da schließt die Bank, der Arzt geht, die Apotheke geht mit. Laumanns Landarzt-Quote reicht nicht, sagte Bender. Die Senioren-Union NRW fordert die Rückkehr der Gemeindeschwester. EVA – Entlastende Versorgungsassistentin. Ziel ist es, dem medizinischen Fachangestellten die Kompetenzen zur Übernahme von delegierbaren Leistungen in der ambulanten Praxis zu vermitteln.

Aber auch die Einsamkeit im Alter – ein Problem, das auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Ursachen von Einsamkeit sind vielfältig. Einsamkeit im Alter entsteht vor allem dann, wenn sich das gewohnte Lebensumfeld schnell verändert. Erkrankungen, Todesfälle oder Trennung können der Auslöser für solche grundlegenden Veränderungen sein. Raus aus der Einsamkeit, das möchten viele ältere Menschen. Ist der Freundeskreis begrenzt und keine Familie in greifbarer Nähe, können Seniorentreffs eine gute Möglichkeit sein, sozialen Anschluss zu finden. Bei gemeinsamen Spielenachmittagen, Kaffeeklatsch oder Ausflügen können sich Senioren mit anderen Menschen ihres Alters austauschen und Freundschaften knüpfen, die Senioren Union ist hier der entsprechende Partner.

Helge Benda erhielt viel Applaus für seine Ausführungen.

Dann stellte Theo Thissen seinen Geschäftsbericht vor. Der Bezirk Niederrhein hat per Stichtag am 31. Jan 2019 insgesamt 3.473 Mitglieder. Damit ist die Mitgliederzahl konstant. Der Bezirksverband Niederrhein ist erfreulicherweise nicht nur im NRW Vorstand mit drei Mitgliedern vertreten, seit November 2018 auch im Bundesvorstand. Er bedankte sich bei seinen Vorstandsmitgliedern für die angenehme Zusammenarbeit. Zum Schluss formulierte er: „Der Mensch steht im Mittelpunkt. Er hat die Freiheit, sein Leben eigenverantwortlich zu gestalten – möglichst lange, aktiv und unabhängig. Unser gesellschaftlicherer Zusammenhalt ist christlich geprägt, durch ein solidarisches Miteinander und füreinander. Mit dieser Erfahrung und dem Willen für Jung und Alt freue ich mich auf eine weiterhin angenehme Vorstandsarbeit im Sinne unserer Generation.

Dann das Ergebnis der Wahlen: neuer und alter Vorsitzender Theo Thissen. Gewählt mit 90,6 %. Stellvertreter wurden Heinz van Baal (Kleve), Klaus Frede (Wesel), Johannes-Theodor Derix (Mönchengladbach), Reinhard Maly (Viersen). Schriftführer Klaus Eichstädt (Krefeld) und Mitgliederbeauftragter Hans-Wilfried Görden (Kleve).

Ergebnisse der Europawahl

Auch bei der Europawahl 2019 hat sich wiederholt gezeigt, dass die ältere Generation – trotz Verlusten für die CDU insgesamt – überdurchschnittlich stark für die Union stimmt. Unermüdlich hatten die Mitglieder der Senioren-Union in ihren Wahlkreisen für ihre CDU-Kandidatinnen und -Kandidaten gekämpft.

Bei den über 60 Jährigen gaben 40 Prozent ihre Stimme der CDU/CSU, was ein Plus von 11,1 Prozent gegenüber dem Gesamtergebnis (28,9 Prozent nach vorl. amtl. Ergebnis) bedeutet. 

Betrachtet man nur die über 70 Jährigen, fällt der Stimmanteil mit 49 Prozent noch einmal größer aus. Hier sind die Stimmenanteile allerdings um 4 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 2014 gesunken. 

Keine andere Partei konnte bei den über 60 Jährigen annähernd so hohe Ergebnisse erzielen. Auch wenn die CDU/CSU Stimmverluste zu verzeichnen hat, Seniorinnen und Senioren sind die verlässlichsten Wähler der Union und der Garant für zukünftige Wahlerfolge.

(aus: Newsletter 05/2019 der Senioren-Union )